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Im Frühling 2017 wurde an der Pädagogischen Hochschule St. Gallen in Kooperation mit der Theologischen Fakultät der Universität Zürich das Kompetenzzentrum für interreligiöses Lernen in der Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen (KIAL) gegründet. Das KIAL setzt sich ein für einen Ausbau interreligiösen Lernens in der Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen an der Pädagogischen Hochschule St. Gallen und im Kontext des öffentlichen Bildungsortes Schule. Es forscht im Bereich interreligiösen Lernens und plant längerfristig die Beratung von Schulen im Hinblick darauf, interreligiöses Lernen in den Unterricht als festen Bestandteil zu integrieren und mit interreligiösen Chancen, Herausforderungen sowie Konfliktsituationen religionspädagogisch und theologisch fundiert sowie sensibel umzugehen.

 

Das Kompetenzzentrum Interreligiöses Lernen setzt sich folgende Forschungsziele:

 

  • Religionspädagogische Grundfragen und Grundlagen interreligiösen Lernens werden erhoben (theologische, religionstheoretische, pädagogische und religionsdidaktische Begriffsklärungen – auch in internationalem Zusammenhang).
  • Die möglichen interdisziplinären Zusammenhänge zu fachlich verwandten Disziplinen und Kompetenzzentren (z.B. zur Menschenrechtsbildung; politischen Bildung, Ethik) werden sondiert.
  • Die Thematik Interreligiöses Lernen wird in den Zusammenhang zu aktuellen bildungspolitischen Diskussionen sowie aktuellen Lehrplanentwicklungen in der Schweiz gestellt.
  • Möglichkeiten der Evaluation interreligiöser Lernprozesse sollen in den Vertiefungsseminaren der PHSG geprüft werden.
  • Religionspädagogische (insbesondere interreligiös-pädagogische) Fragen sollen in einem Team aus VertreterInnen verschiedener Religionen systematisch angegangen werden.
  • Diese hochschuldidaktischen Erkenntnisse sollen kontinuierlich in die Lehre und Weiterbildung der PHSG sowie in die Lehrveranstaltungen der Theologischen Fakultät/Religionspädagogik einfliessen. Dabei sollen sich auch Nicht-Fach-Lehrpersonen zu religiösen Fragen weiterbilden können.
  • Die Vernetzung von Religions-FachdidaktikerInnen Pädagogischer Hochschulen, ReligionspädagogInnen verschiedener Religionen / Konfessionen und Institutionen des interreligiösen Dialogs soll vorangetrieben werden (etwa durch eine Internetplattform, Konsultationen, Tagungen etc.).
  • Entwicklung von Handreichungen, Lehr- und Lernmaterialien.
  • Lehrpersonen, SchülerInnen, Eltern und Behörden sollen bei Konflikt- fällen in religiösen Fragen kompetent auf der Grundlage interreligiöser Fachkenntnisse beraten und begleitet werden.
  • Der Mehrwert dieser Zugänge und Netzwerke liegt in der dezidiert religionspädagogischen Reflexion auf wissenschaftlicher Grundlage und der interreligiösen Ausrichtung der Zusammenarbeit der Akteurinnen und Akteure.

 

Zeitlicher Ablauf: